Deutscher Jagdverband

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Sehr geehrte Damen und Herren,

der erste Meilenstein im Jahr 2013 ist erreicht: Auf der Anhörung zur Änderung des Bundesjagdgesetzes hat DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Daniel Hoffmann die Position der Jägerinnen und Jäger fachlich kompetent und rhetorisch versiert vertreten. Hintergrund war das Urteil des Europäischen Gerichtshofes der Menschenrechte (EGMR), das besagt, dass Menschen aus ethischen Gründen eine Bejagung ihres eigenen Grundstückes nicht dulden müssen. So soll es zukünftig zwar möglich sein, als Grundstückseigentümer die Befriedung seiner Fläche aus ethischen Gründen zu beantragen – eine garantierte Umsetzung wird jedoch nicht eingeräumt, da die Interessen der Allgemeinheit berücksichtigt werden müssen (z.B. Vermeidung von Wildschäden oder Seuchenprävention). Der DJV ist mit der Umsetzung des Urteils durch das Bundeslandwirtschaftsministerium weitestgehend zufrieden. Übrigens: Die zweite und dritte Lesung des Gesetzesentwurfes wird heute (Donnerstag) Abend um etwa 22.00 Uhr im Bundestag abgehalten. Sie wird live auf bundestag.de übertragen.

Der nächste Meilenstein 2013 ist das Symposium des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) „Alle(s) Wild“ am 18. und 19. März in Berlin. Dort kommen alle Fakten zum Thema „Blei im Wildbret“ auf den Tisch. Der DJV unterstützt diesen wissensbasierten Weg und ermöglicht allen Jägerinnen und Jägern, das Symposium live per Video-Stream im Internet zu verfolgen. Ihre Fragen zu den Vorträgen können Sie uns während der Veranstaltung über Facebook, Twitter oder E-Mail zukommen lassen. Im Programm wird der DJV auch Ergebnisse der Umfrage „Erfahrungen mit Jagdbüchsenmunition“ vorstellen (Hier geht's zum Programm).

Für Aufruhr hat in den vergangen Tagen das BUND 15-Punkte Programm des Landesverbandes Schleswig-Holstein geführt. Darin fordert der BUND eine Berufseinschränkung für Fachgutachter und Sachverständige, wenn sie einen Jagdschein besitzen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein protestiert dagegen.

Aufruhr gab es auch in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Grund dafür: Die Berufsgenossenschaft Mittel- und Ostdeutschland hatte ihre Beiträge drastisch erhöht. Einen Musterwiderspruch können Sie auf jagdverband.de herunterladen. Der DJV prüft momentan, ob eine Klage Erfolg hat.

Eine rege Beteiligung hat der DJV beim diesjährigen Journalistenpreis erfahren. Knapp 150 Journalistinnen und Journalisten haben sich beworben. Die Sichtung der Beiträge aus Print, Funk und TV hat begonnen.

Ebenfalls begonnen haben wir mit der Auswertung des Feedbacks der Grünen Woche. Im nächsten Jahr wollen wir besser werden, deshalb die Frage an Sie: Haben Sie Vorschläge? Oder Zeit, Fachkunde und Freude an Gesprächen mit Menschen? – Dann schreiben Sie uns doch und unterstützen Sie das DJV-Team im Jahr 2014.

Schließlich möchten wir Ihnen als neue Rubrik des Newsletters den „Tipp des Monats“ vorstellen. Ziel ist es, Aktionen und Themen zu verbreiten, die hilfreich für die eigene Jagdausübung sind oder einen Beitrag für ein positives Image der Jägerschaft in der Öffentlichkeit leisten - als Information, Inspiration oder gleich zum Mitmachen und Nachmachen.

DJV-Tipp des Monats:

Jägerinnen und Jäger finden auf der nicht kommerziellen Webseite jagdtipp.de Tricks und Kniffe, die das jagdpraktische Leben erleichtern: Vom selbstgebastelten Windrichtungsmesser bis zur Bergehilfe aus einem alten Sicherheitsgurt sammelt die Seite wertvolles Wissen, das sich sonst im Netz auf diverse Jagdforen verteilt. Als Grundlage dient die gleichnamige Facebook-Gruppe mit knapp 400 Mitgliedern in weniger als einem Monat. Facebook-Gruppen Gründer und Jäger Werner Steckmann erklärt gegenüber dem DJV: „Meine Idee war es, dieses Wissen an einer Stelle zu bündeln und die durch diese Vernetzung entstehenden Synergieeffekte zu nutzen“. In Zukunft soll die Seite um Baupläne für Reviereinrichtungen und eine kostenlose Börse für Jagdgelegenheiten erweitert werden.

Unternehmen auch Sie etwas „von Jägern für Jäger“? Oder kennen Sie gute Aktionen, die wir verbreiten können? Dann schreiben Sie uns doch eine E-Mail an pressestelle@jagdschutzverband.de.

Der DJV Foto des Monats-Wettbewerb in der Jagdnetz-Community wird zum März 2013 eingestellt. Ihre Beteiligung über die vergangenen zwei Jahre hat uns sehr gefreut. Wir haben eine Vielzahl interessanter und hervorragender Fotos über diesen Wettbewerb für unsere Pressearbeit erhalten. Vielen Dank an alle, die sich am Wettbewerb beteiligt haben.

Jedoch haben sich die Plattformen für den Austausch von Informationen zwischen Jägern und Verband in den vergangenen Jahren zunehmend in die sozialen Netzwerke verlagert. Dies hat sowohl zu einer anderen Kommunikationskultur als auch zu neuen Anforderungen an Kommunikation geführt. Die Plattform der Jagdnetz-Community ist den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Da der DJV im Moment seinen kompletten Internetauftritt überarbeitet, wird auch das Thema „Community“ oder „geschlossener Mitgliederbereich“ diskutiert. Was sagen Sie? – Wollen Sie weiterhin eine geschlossene Anlaufstelle wie die Jagdnetz-Community? Und was sollte diese Ihnen bieten? Vorschläge bitte gern an pressestelle@jagdschutzverband.de.

Für die laufende Schonzeit wünschen wir Ihnen Muße beim Waffen putzen, Appetit beim Kochen des Kühltruheninhaltes – bald kommt wieder Nachschub – und jede Menge gute Ideen beim Planen der neuen Reviereinrichtungen. Und falls dann noch Zeit ist: Vielleicht haben Sie den einen oder anderen Jagdtipp auf Lager, den Sie teilen möchten.

Horrido & Waidmannsheil,

Ihr DJV-Team

 

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Deutsches Jagdrecht soll überarbeitet werden

Ablehnung der Jagd aus ethischen Gründen künftig möglich

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes verabschiedet. Damit setzt die Bundesregierung das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom Juni 2012 um. Dort wurde festgestellt, dass die Pflichtmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften und die damit verbundene Pflicht des Grundeigentümers, die Ausübung der Jagd durch Dritte auf seinem Grundstück zu dulden gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen kann. Ungeachtet der deutlichen Kritik des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) am EGMR-Urteil begrüßt der Dachverband der Jäger, dass die Bundesregierung am Reviersystem festhalten will und sich auf die bloße Umsetzung des Urteils beschränkt. Dies hatten der DJV und andere betroffene Nutzerverbände zuvor in einer gemeinsamen Stellungnahme gefordert – ebenso wie die Agrarministerkonferenz.

Grundstücke sollen laut Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes auf Antrag zu befriedeten Bezirken erklärt werden können. Antragsberechtigt sind Einzelpersonen. Der Entwurf enthält eine Reihe von Maßnahmen, die öffentliche Interessen und die Grundrechte anderer Betroffener schützen. Denn die Bejagung dient auch der Verhütung von übermäßigen Wildschäden, der Wildunfallprävention, dem Artenschutz und der Bekämpfung von Tierseuchen. Zu den konkreten Maßnahmen, die von den örtlichen Jagdbehörden festgelegt werden können, gehören beispielsweise räumliche und zeitliche Ausnahmen von der Befriedung – etwa um groß angelegte Bewegungsjagden oder Nachsuchen zu ermöglichen. Der Ersatz von Wildschäden ist ebenfalls geregelt: Ein Eigentümer, der sein Grundstück befrieden lässt, bekommt keinen Ersatz für den entstehenden Wildschaden. Er muss sich aber an den entstehenden Kosten durch Wildschäden anteilig beteiligen.

 
 
 
 
Mit der Anhörung und dem geplanten Gesetzesentwurf weitestgehend zufrieden (v.l.): DJV-Justiziar Friedrich von Massow, DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Daniel Hoffmann und DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann. (Foto: DJV) Die Teilnehmer der Anhörung im Agrarausschuss zur Änderung im Bundesjagdgesetz (von links): Peter Bleser (parl. Staatssekretär, BMELV), Martin Rackwitz (Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, Sachverständiger), Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke), Norbert Leben (BAGJE, Sachverständiger), Dietrich Mehl (ANW Brandenburg, Sachverständiger), Dr. Christel Happach-Kasan (FDP), Cajus Caesar (CDU/CSU), Elisabeth Emmert (Vorsitzende des ÖJV, Sachverständige), Petra Crone (SPD), Dr. Daniel Hoffmann (DJV-Präsidiumsmitglied, Sachverständiger), Cornelia Behm (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Sven Herzog (TU Dresden, Sachverständiger), Dr. Edmund Peter Geisen (FDP), Hans-Michael Goldmann (FDP, Vorsitzender des Agrarausschusses) und Dieter Stier (CDU/CSU). (Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde)  


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Von Wildwuchs und Wildbret

DJV veröffentlicht überarbeitete Broschüren „Jagd ist Naturschutz“ und „Wissenswertes zur Jagd“

Neu aufgelegt: "Wissenswertes zur Jagd"

Annähernd so groß wie 2000 Fußballfelder ist die Fläche der Streuobstwiesen, die Jäger jährlich pflegen und erneuern. Würden die Hecken, denen sich die Waidmänner jedes Jahr widmen, in einem Stück gepflanzt, ergäben sie mit 6000 Kilometern bald die Länge der Chinesischen Mauer. Die Anpflanzungen aus Hartriegel, Schwarzdorn oder Pfaffenhütchen sind also bei weitem kein Wildwuchs, sondern für die Bedürfnisse der Tierwelt angelegt und deren Pflege eine von zahlreichen Aufgaben der Jägerschaft. Viele weitere listet der DJV in seiner neuen Broschüre „Jagd ist Naturschutz“ auf, die bereits im Januar während der Internationalen Grünen Woche in Berlin, der weltgrößten Messe für Landwirtschaft und Ernährung, ein breites Publikum gefunden hat.

Mehr denn je ist es notwendig, die Öffentlichkeit über die Leistungen der Jäger und deren vielfältige Aufgaben zu informieren. Deshalb hat der DJV eine weitere Broschüre überarbeitet und mit aktuellen Fakten versehen. In „Wissenswertes zur Jagd“ informiert der DJV beispielsweise über die heutige Jägergeneration. So ist die Zahl der Jägerinnen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Die Umfrage des DJV unter den Jungjägern zeigt, dass in den Vorbereitungskursen zum Jagdschein bereits rund 20 Prozent der Teilnehmer Frauen sind. Zudem liegt der Fokus von „Wissenswertes zur Jagd“ auf heimischem Wildbret und die Initiative „Wild aus der Region“, informiert über die Jagd- und Schonzeiten, das Jagdrecht und die Verbandsarbeit und die Kontaktmöglichkeiten zu den Landesjagdverbänden.
 

Die Broschüren sind kostenfrei erhältlich über die DJV-Service- und Marketing GmbH, jedoch zuzüglich Versandkosten.

Kontakt:
DJV-Service- und Marketing GmbH
Friesdorfer Straße 194a
53175 Bonn
Tel.: (0228) 38 72 90-0
Fax: (0228) 38 72 90-25
Mail: info@djv-service.de

 

 

Kann bestellt werden: "Jagd ist Naturschutz" (Fotos: DJV)

 

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Alle Menschen sind gleich, doch manche sind gleicher

Der BUND tritt Grundrechte mit Füßen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert eine Berufseinschränkung für alle Fachgutachter und Sachverständige, wenn sie Jäger sind – Landesjagdverband Schleswig-Holstein protestiert.

Mit der Veröffentlichung des Positionspapiers zur Jagd in Schleswig-Holstein erkennt der BUND Fachgutachtern und Sachverständigen mit Jagdschein die Qualifikation in Fragen des Natur- und Artenschutzes ab.

Bei der Frage, ob die Jagdausübung in bestimmten Gebieten erlaubt sein soll oder nicht, heißt es im BUND-Papier: „Dazu muss ein strikter Nachweis durch unabhängige Sachverständige, die selbst nicht Jäger sind, erbracht werden …“. „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“, so sieht es wohl der BUND und fordert offenbar eine Berufseinschränkung für Sachverständige, die sich fachlich mit der Jagd auseinandersetzten und in diesem Bereich durch eine qualifizierte Ausbildung mit behördlicher Prüfung bei der Erlangung des Jagdscheins weitergebildet haben.

„Es mutet schon sehr merkwürdig an, dass ein Verband, dessen Mitglieder in der Regel weder eine einheitliche Qualifikation noch eine behördliche Prüfung – wie sie jeder Jäger und jede Jägerin hat – nachweisen können oder gar müssen, solche Forderungen in den Raum stellt. Darüber hinaus haben wir in Deutschland die verfassungsmäßigen Rechte der freien Berufswahl und -ausübung und der Gleichstellung, die der BUND hier mit Füssen tritt“, rügt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

„Wo soll, dass hinführen“, fragt sich Dr. Baasch, „dürfen dann künftig auch alle Mitbürger, die einen Führerschein haben, keine Gutachten und Planungen in Sachen Straßen- und Wegebau mehr erstellen dürfen?“

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Berufsgenossenschaft erhöht Beiträge drastisch

Musterschreiben für Widerspruch jetzt im Internet / DJV prüft Musterklage

Derzeit erreichen den DJV viele Anrufe und E-Mails zur Beitragserhöhung der Berufsgenossenschaft Mittel- und Ostdeutschland. Die betroffenen LJV und der DJV beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema und haben bereits einen Musterwiderspruch vorbereitet. Diesen können Betroffene ab sofort herunterladen. Der Widerspruch ist wahrscheinlich kostenfrei. Vorsorglich weist der DJV darauf hin, dass es hierzu unterschiedliche Aussagen gibt. Der Deutsche Jagdschutzverband prüft die Beitragserhöhung juristisch, um eine eventuelle Musterklage vorzubereiten.

Den Musterwiderspruch gibt es hier zum herunterladen. Einfach klicken.

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Genießen, informieren, staunen auf der Grünen Woche 2013

DJV-Präsident Fischer im Gespräch mit Besuchern der Landwirtschaftsmesse in Berlin

 

DJV-Präsident Hartwig Fischer stellt sich einen Nachmittag lang den Fragen der Messebesucher. Besonders Jungjäger motivierte er für die ehrenamtliche Tätigkeit. (Foto: DJV)

„Diskussion erwünscht“ hieß es dieses Jahr am Stand des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. DJV-Präsident Hartwig Fischer stellte sich einen Nachmittag lang den Fragen von Messebesuchern und motivierte vor allem Jungjäger zum ehrenamtlichen Engagement: „Die Zukunft der Jagd hängt entscheidend davon ab. Jäger stehen immer mehr im Fokus der Öffentlichkeit – da ist Gemeinsamkeit wichtiger denn je“.

Mit Premieren ging es am Stand der Jäger in Halle 26a weiter: Die neuaufgelegten Broschüren „Wissenswertes zur Jagd“ und „Jagd ist Naturschutz“ sowie das aktuelle DJV-Handbuch 2013 lagen druckfrisch auf dem Tresen. Mittels eines Imagefilms stellte der DJV erstmals seinen Messeauftritt in den Sozialen Medien vor. Ehrenamtlich tätige Mitarbeiter der Jägerschaft Peine halfen mehr als 1.500 Kindern beim Lösen des Wildtier-Quiz im Biotop, ganze Schulklassen pirschten über den Naturlehrpfad. Ein Wildtier-Glücksrad bereicherte mit freundlicher Unterstützung des Landesjagdverbandes Sachsen den Stand und lockte Naturkenner zum Raten an. Die Poster und Aufsteller der Kampagne „Wir jagen weil…“ nach einer Idee des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz ließen viele Passanten stehenbleiben. Etwa 500 Kilogramm Wildbret gingen als Boulette, Bratwurst, Knacker oder Gulasch über die Theke des Imbisses am DJV-Stand und stimmten den Brandenburger Jäger und Restaurantbetreiber Erich Einecke zufrieden.

Die Bläsergruppen des Landesjagdverbandes Berlin, die Jagdhornbläsergruppe Rehberge sowie das niedersächsische Jagdhornbläserkorps „Das Große Freie“ sorgten für jagdliche Klänge. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) erlebte am DJV-Stand, „dass sich immer mehr Menschen für Lebensmittel, ihre Entstehung und Verarbeitung interessieren“. Ehrenpräsident Constantin Freiherr Heeremann von Zuydtwyck, Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) oder die diesjährige Baumkönigin Theresa Erdmann waren ebenfalls zu Gesprächen bei den Jägern.

Mit einer Beteiligung von 1.630 Ausstellern aus 67 Ländern und einem Besucherrekord von 407.000 hat die Internationale Grüne Woche ihre Stellung als weltweit größtes agrarpolitisches Treffen behauptet. 2014 wird die IGW vom 17. bis 26. Januar in der Messe ICC Berlin stattfinden.

Weitere Fotos zum Messeauftritt des DJV gibt es auf der Facebook-Seite des Verbandes. Sie können sich die Bilder auch anschauen, ohne bei Facebook angemeldet zu sein. Einfach hier klicken.

Das Video zur Grünen Woche und weitere Interviews gibt’s auf youtube. Hier geht’s lang.

DJV-Präsident Hartwig Fischer stellt sich einen Nachmittag lang den Fragen der Messebesucher. Besonders Jungjäger motivierte er für die ehrenamtliche Tätigkeit. (Foto: DJV)

Die diesjährige Baumkönigin Theresa Erdmann (Mitte) mit DJV-Ehrenpräsident Constantin Freiherr Heeremann von Zuydtwyck (links) und DJV-Präsident Hartwig Fischer: Fischer hat 2013 die Schirmherrschaft über den Baum des Jahres - den Wild-Apfel - inne. (Foto: DJV)

Im Waldbiotop am DJV-Stand kamen kleine und große Besucher heimischen Wildtieren ganz nah. Warum es in Deutschland so viele Wildschweine gibt? Udo Fiesel (rechts) von der Jägerschaft Peine hatte mit seinen Kollegen Rolf Meine und Reinhard Schwenke auf viele Fragen die richtigen Antworten. (Foto: DJV)

 

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Zahl der Jäger in Deutschland steigt stetig

Trend seit zwanzig Jahren ungebrochen

Genau 357.114 Naturbegeisterte haben in der Jagdsaison 2011/2012 ihren Jagdschein gelöst. Das sind 5.282 oder 1,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Inhaber des „Grünen Abiturs“ steigt seit der Wiedervereinigung Deutschlands nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbands (DJV) kontinuierlich an. „Die Jagd wird immer beliebter – zunehmend auch unter jungen Leuten, die die Natur und das traditionelle Handwerk für sich entdecken“, sagte Hartwig Fischer, Präsident des DJV, anlässlich der Fachmesse „Jagd & Hund“ in Dortmund. Es sei erfreulich, dass sich immer mehr Frauen für das Waidwerk entschieden, so Fischer. Eine aktuelle repräsentative Umfrage des DJV belegt, dass ihr Anteil in den in Jungjägerkursen bei 20 Prozent liegt – ebenfalls so viele wie noch nie.

Die Jungjäger kommen aus allen Alters- und Berufsgruppen: vom Schüler bis zum Rentner, vom Handwerker über die Friseurin bis hin zur Ärztin oder dem Professor. Sie alle treffen sich in den Vorbereitungskursen. Die Teilnehmer büffeln abends nach der Arbeit, am Wochenende oder in den Sommerferien, im Revier und im Klassenzimmer. In 120 bis 180 Pflichtstunden nehmen sie Themen wie Biologie, Jagdrecht, Wildbrethygiene, Schießwesen oder Natur- und Artenschutz durch. Am Ende wird eine staatliche Prüfung abgelegt. Während Frauen oft über ihren Hund zur Jagd kommen, zählt bei Männern überwiegend der Appetit auf Wildbret. Jäger sind gern in der Natur, darüber sind sich beide Geschlechter einig, das zeigt die DJV-Studie. Eine solide Ausbildung der Jäger wird immer wichtiger, betont Fischer: „Die Jagd steht mehr und mehr im öffentlichen Fokus. Jäger erfüllen einen gesetzlichen Auftrag, dem sie Rechnung tragen müssen. Zusätzlich sind sie die einzigen staatlich geprüften ehrenamtlichen Naturschützer.“

 

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Natur erleben in den Kölner Messehallen

Lernort Natur auf der Bildungsmesse didacta

Lernen mit Kindern und Jugendlichen im Wald? Welchen Nutzen das hat und wie Waldpädagogik aussehen kann, darüber informiert der Deutsche Jagdschutzverband ab heute mit seiner Initiative „Lernort Natur“ auf der Bildungsmesse didacta in Köln. Im Rahmen der Sonderschau „Natur erleben“ werden gemeinsam mit den Projektpartnern waldpädagogische Angebote vorgestellt, Bildungsmatrialien verteilt und Fragen beantwortet. Bis zum 23. Februar findet Europas größte Bildungsmesse in den Kölner Messehallen statt. Mitarbeiter des DJV erwarten Messebesucher am Stand in Halle 7.1, Gang G.

In diesem Jahr ist der Lernort-Natur-Stand des DJV in die große Sonderschau „Natur erleben“ eingebunden. Sie wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Bonner Jägerschaft und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gestaltet. Praxiserfahrene Ansprechpartner informieren über waldpädagogische Projekte wie beispielsweise „SOKO WALD – Auf den Spuren des Unsichtbaren“, die Rollenden Waldschulen von Lernort Natur oder regionale waldpädagogische Einrichtungen und Fortbildungsangebote in Nordrhein-Westfalen.

Seit mehr als zwanzig Jahren ist der DJV mit seiner Initiative Lernort Natur bei der didacta dabei. Neben den Materialien für alle Schul- und Altersstufen zeigen Jägerinnen und Jäger, welche praktischen Maßnahmen gestaltet werden können. Erlebnisorientiertes Lernen mit allen Sinnen steht im Vordergrund der bundesweit tätigen Natur- und Waldpädagogen. Lernort Natur ist bereits seit 2008 ein offizielles Projekt der UNESCO “Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung”.

Ein Video zum Auftritt des DJV und seiner Initiative Lernort Natur auf der didacta gibt's auf youtube. Einfach hier klicken.

Rolf Meine von der Jägerschaft Peine in Niedersachsen berät Messebesucher der didacta über waldpädagogische Bildungsmaßnahmen und berichtet von der Intitiative Lernort Natur. (Foto: DJV) Wanderfalke oder Turmfalke - Ein Mitarbeiter am Stand des DJV zeigt die Möglichkeiten, die sich für das Bildungskonzept von Pädagogen im Wald bieten. (Foto: DJV)

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"Frecher Hirsch" wird Foto des Monats

Einen flüchtigen Hirsch entdeckte Angelika Kanitz und gewann damit unseren Wettbewerb Foto des Monats. Der freche Hirsch wollte sich von einem Hof stehlen und wurde gezwungenermaßen zu einem Symbol für die zunehmende Zerschneidung der Landschaft. Wir gratulieren Angelika Kanitz zu ihrem Gewinn: einen Gutschein für die DJV-Servicegesellschaft.

Foto: Angelika Kanitz

 

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